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Montag, 21 Januar 2013 07:00

Sachstand: 380-KV-Höchstspannungsleitung

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Nach längerer "Sendepause" fanden wieder Gespräche über die Stromtrasse statt.

 

Die von uns geforderte "V-Variante" geht ins Planfeststellungsverfahren

 

Nachdem wir längere Zeit nichts mehr von den Planungen für die 380-KV-Höchstspannungsleitung gehört haben, fand heute ein erneutes Gespräch mit dem planenden Ingenieurbüro K2e statt.

 

Wie wir vor einiger Zeit berichteten, wurde ein Trassenverlauf (C03-2b) vorgestellt, welcher vom Ortsrat Lippoldshausen als völlig inakzeptabel zurückgewiesen wurde. Zuvor war der Verlauf durch die Stadt Hann. Münden allerdings akzeptiert worden. Der Verlauf wäre im Mindestabstand paralell zur Straße "Über dem Woorth" geführt worden und hätte die Bewohner unverhältnismäßig beeinträchtigt. Wir haben daraufhin die Gespräche mit Tennet und K2e ohne die Stadt Hann. Münden weitergeführt.

 

Hier konnte der Ortsrat erreichen, dass die sog. "V-Variante" ins Spiel gebracht wurde. 

 

Bei dieser Variante wird die Stromtrasse weiter über die Autobahn geführt (alter Trassenverlauf) und knickt dann in "V-Form" ab, um auf den geplanten Streckenverlauf  zurückgeführt zu werden. Hierbei wird die Autobahn ein zweites Mal überspannt, was mit erheblichem Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist. Durch die Deponien ist die Sichtbarkeit vom Dorf aus deutlich reduziert. Ab der Rückführung wird auch das Bahnkabel mit auf die Masten genommen, so dass der Einschnitt am Doppelmasten wieder dem Wald überlassen werden kann. Die Leitung wird dann mit einer Spannweite von ca. 700 Meter über die Werra geführt. Leider bedeutet das eine Verschlechterung für unsere Lippoldshäuser, die am Wasserkraftwerk wohnen. Es konnte zwar erreicht werden, dass entgegen der Ursprungsplanung die Leitung näher an die ICE-Strecke geführt wird und damit nicht in 200 Metern Mindestabstand (alte Planung) über das Tal verläuft. Als Kompromis wurde ein mittiger Verlauf zwischen den Laubacher Bewohnern (Hotel Werra-Strand) und unseren Bewohner (Wasserkraftwerk) ausgehandelt (siehe Grafik - der Verlauf -rot gestrichelt- ist nicht maßstabsgerecht, sondern stellt nur eine Annäherung dar)

 

 

Diese Variante ist von K2e beplant worden und soll im April den Bewohnern vorgestellt werden; eine andere Variante für Lippoldshausen wird nicht mehr beplant!. Zuvor wird mit den Grundeigentümern für die Mastenstandorte Kontakt aufgenommen. Geplant sind drei neue Mastenstandorte. Im Sommer würde dann das Planfeststellungsverfahren beginnen.

 

Aus Sicht des Ortsrates ist dieses, bei allen grundsätzlichen Bedenken gegen die neue Stromtrasse, für uns eine Lösung, die als "das kleinste Übel" angesehen werden kann. Wäre die von der Stadt Hann. Münden schon akzeptierte Variante verwirklicht worden, hätten wir mit deutlich größeren Einschränkungen leben müssen. Das Beispiel zeigt, dass auch ein Ortsrat durchaus etwas bewegen kann und wir uns nicht "blind" auf andere verlassen sollten - was wir eh nicht machen ;)

 

 

 

 

Gelesen 12206 mal Letzte Änderung am Montag, 21 Januar 2013 15:56
Gerd Hujahn

Gerd Hujahn ist seit dem 14.11.2011 der Ortsbürgermeister von Lippoldshausen.

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